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Die Durchführung einer Allergie-Immuntherapie

Die Allergie-Immuntherapie (AIT) sollte von medizinischen Fachpersonen durchgeführt werden, die ausreichend Erfahrung mit der Behandlung allergischer Erkrankungen haben und auf allergische Reaktionen und Notfälle sofort reagieren können.1

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Eine ausführliche Therapieaufklärung vor dem Start der Behandlung wird empfohlen und kann massgeblich zum Erfolg der Therapie beitragen.1

 

In der Schweiz kann die AIT auch durch Grundversorger/Grundversorgerinnen erfolgen, sofern zuvor eine allergologische Abklärung stattgefunden hat. Wird die AIT nach gestellter Indikation von einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt übernommen oder fortgeführt, ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich, um die Patientinnen und Patienten während der mehrjährigen Therapiedauer engmaschig zu betreuten.

Wichtige Überlegungen zur Auswahl des AIT-Präparats

Bei der Auswahl des AIT-Produktes , sollte geprüft werden, ob standardisierte oder hochwertige Behandlungen für eine spezifische Allergie-Immuntherapie zugelassen und verfügbar sind. Gemäss den aktuellen Leitlinien sollten bevorzugt zugelassene Präparate mit dokumentierter Wirksamkeit/Sicherheit und Produkt /altersgruppenspezifischer Evidenz eingesetzt werden. 1,2,3

Diagnose und Indikation für eine AIT

• Nachweis einer IgE-vermittelten Erkrankung durch positive Hautpricktests und/oder das Vorhandensein von serumspezifischem IgE1,2,3
• Klinischer Zusammenhang zwischen dem identifizierten Allergen und den Symptomen1,2,3
• Ausschluss anderer Auslöser, die zu den Symptomen beitragen können.1,2,3
• Beurteilung des Schweregrads und der Dauer der Symptome, einschliesslich ihrer Auswirkungen auf die Lebensqualität.1,2,3
• Beschwerden können trotz einer symptomlindernden Therapie nicht ausreichend kontrolliert werden.1,2
• Beurteilung der Lungenfunktion, um Patientinnen und Patienten mit schwerem oder unkontrolliertem Asthma ausschliessen zu können (Kontraindikation). 1,2,3
• Prüfung von weiteren Kontraindikationen, die gemäss aktueller Fachinformation einer Behandlung im Wege stehen könnten. 1,2,3,4,5

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Therapieaufklärung für AIT-Patientinnen und Patienten*

• Die aktuellen Guidelines empfehlen eine AIT-Therapiedauer von mindestens drei Jahren. 1,2,3 
• Regelmässige Verlaufskontrollen sind für den Therapieerfolg wichtig. 1,2,3 Erinnerungstool und Routinen unterstützen die konsequente Anwendung.
• Die Wahl der Darreichungsform (sublinguale oder subkutane AIT) soll gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten erfolgen („shared decision making“), um die Therapietreue zu erhöhen. 1,3 
• Patientinnen und Patienten sollen sorgfältig und ausführlich über die Therapie und mögliche Nebenwirkungen (gemäss jeweiliger Fachinformation) informiert werden. 1,2,3 

• Die Schweizer Leitlinie «Kindern mit Atemwegsallergien – Empfehlungen zur Immuntherapie» gibt Auskunft über die AIT bei Kindern. 3 
• In der Schweiz wird AIT auch bei Kindern mit milden Symptomen empfohlen.3 
• Die Wahl der Darreichungsform soll gemeinsam mit Kind/Eltern erfolgen („shared decision making“), um die Therapietreue zu erhöhen.1,3 
• Vor der Therapieentscheidung prüfen, ob das Präparat für Kinder zugelassen ist. 1,3 
• Nicht alle Präparate haben gleichermassen belegte Wirksamkeit.1,2,3,5 
• Für Kinder unter 5 Jahren ist in der Schweiz zum aktuellen Zeitpunkt keine Allergie-Immuntherapie zugelassen.5 

Referenzen

1. Pfaar O, et al. Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases. Allergol Select. 2022;6: 167-232.
2. Roberts G, Pfaar O, Akdis CA, et al. EAACI Guidelines on Allergen Immunotherapy: Allergic rhinoconjunctivitis. Allergy. 2018;73:765–798. 
3. Eng, P et al. Kinder mit Atemwegsallergien – Empfehlungen zur Immuntherapie. Swiss Medical Forum ‒ Schweizerisches Medizin-Forum 2023
4. ARIA guideline 2019: treatment of allergic rhinitis in the German health system – PMC (nih.gov)
5. Aktuelle produktspezifische Swissmedic Fachinformationen unter www.swissmedicinfo-pro.ch, Zugegriff am 24. Juni 2026

 

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