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Testverfahren

Allergische Erkrankungen zählen mittlerweile zu den häufigsten Krankheitsbildern.1 Der erste Schritt zu einer zuverlässigen Diagnose ist eine gründliche Anamnese. Aus der Anamnese ergibt sich dann der Verdacht auf eine allergische Erkrankung vom Soforttyp.2,3

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Die verschiedenen Testverfahren2

Legt die Krankengeschichte die Verdachtsdiagnose Allergie des Soforttyps nahe, so ist der etablierte Standard hier der Haut-Pricktest.2,3 Liefert dieser negative oder nicht eindeutige Ergebnisse, besteht die Möglichkeit eines Intrakutan-, Reibe- oder Scratchtests.2

 

Ist ein Hauttest nicht möglich, werden die spezifischen IgE-Antikörper im Serum bestimmt. In den AIT Leitlinien für IgE vermittelte Allergien wird empfohlen den Gesamt-IgE-Wert bei der Diagnostik berücksichtigen.4

 

Eine Sensibilisierung wird durch spezifisches IgE und/oder einem positiven Hauttest festgestellt.3 Für die Allergie-Diagnose einer klinisch relevanten Allergie ist ein eindeutiger Zusammenhang zur klinischen Symptomatik erforderlich.3

Sind die bisherigen Testergebnisse unklar, kann ein Provokationstest eine klinisch relevante Allergie von einer klinisch stummen Sensibilisierung unterscheiden.3 Dabei bringt die medizinische Fachperson die verdächtigen Allergene in direkten Kontakt mit dem allergisch reagierenden Organ – beispielsweise in die Nase. Treten klinische Symptome wie Schwellung, Niesreiz oder erhöhte Sekretion auf, reagiert die Patientin/ der Patient allergisch auf die Substanz. 

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Die Testverfahren im Überblick:

Der Pricktest2
 

Der Pricktest ist eine rasch durchführbare und gut reproduzierbare Methode zur Abklärung von Sensibilisierungen bei IgE-vermittelte Soforttyp-Allergien. Der Pricktest ist auch für Kinder gut geeignet, weist ein geringes Nebenwirkungsrisiko auf und eignet sich hervorragend als Suchtest. Ein kleiner Tropfen einer Allergenlösung wird auf die Haut aufgetragen, anschliessend wird die Haut durch den Tropfen hindurch mit einer speziell genormten Lanzette oberflächlich angeritzt. Die Ergebnisse lassen sich nach 20-30 Min. ablesen. Die lokale Freisetzung von Mediatoren (vor allem von Histamin) bei sensibilisierten Patientinnen und Patienten ist für die typischen klinischen Symptome wie Rötung, Juckreiz und charakteristische Quaddelbildung verantwortlich.

 

Der Intrakutantest2
 

Beim Intrakutantest wird das Allergen direkt in die Haut gespritzt. Er sollte nur bei negativem oder fragwürdigen positivem Pricktest mit deutlichen Hinweisen auf eine Sensibilisierung eingesetzt werden.

 

Der Reibtest2


Beim Reibtest wird das Allergen auf der intakten Haut gerieben. Kommt es beim Reibtest zu einem positiven Testausgang, erkenntlich an einer Quaddel- und/oder Erythembildung, so kann von einer starken Sensibilisierung des Patienten auf das getestete Allergen ausgegangen werden. Im Gegensatz zum Pricktest oder zum Scratchtest bleibt die Haut beim Reibtest unverletzt.

 

Der Scratchtest2


Beim Scratchtest wird die Haut oberflächlich eingeritzt (geringere Tiefe als beim Prick-Test). Auf die Hautverletzung wird das Allergen aufgebracht. Ein positiver Test zeigt sich durch eine Quaddel- und/oder Erythembildung.

 

Der Provokationstest2


Beim Provokationstest werden die Allergene direkt in das eigentlich allergisch reagierende Organ (bei allergischer Rhinitis in die Nase; nasaler Provokationstest) eingebracht. Beim positiven Test schwillt die Nase zu, es treten Niesreiz und eine gesteigerte Nasensekretion auf.
 

Studien / Literatur:

1. AHA Zahlen zur Prävalenz. AHA Allergiezentrum Schweiz. www.aha.ch.
2. Ruëff, F., Bergmann, KC., Brockow, K. et al. Hauttests zur Diagnostik von allergischen Soforttypreaktionen. Allergo J 19, 402–415 (2010).
3. Roberts G, Pfaar O, Akdis CA, et al. EAACI Guidelines on Allergen Immunotherapy: Allergic rhinoconjunctivitis. Allergy. 2018; 73: 765–798.
4. Pfaar O, et al. Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases. Allergol Select. 2022;6: 167-232.


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Die Durchführung einer Allergie-Immuntherapie

Die Allergie-Immuntherapie (AIT) sollte von medizinischen Fachpersonen durchgeführt werden, die ausreichend Erfahrung mit der Behandlung allergischer Erkrankungen haben und auf allergische Reaktionen und Notfälle sofort reagieren können.4

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