Jext® – für den anaphylaktischen Notfall1
Jext® ist bei der notfallmässigen Behandlung bei allergischen Reaktionen (Anaphylaxien) auf Insektenstiche oder -bisse, Nahrungsmittel, Arzneimittel und andere Allergene und bei idiopathischer oder durch Anstrengung ausgelöster Anaphylaxie indiziert.1
Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist Adrenalin der wichtigste Wirkstoff für die Soforttherapie.2 Leitlinien empfehlen die Verordnung eines Adrenalin-Autoinjektors allen Patienten, die bereits eine (mindestens moderate) anaphylaktische Reaktion erlebt haben oder bei denen aufgrund von Begleiterkrankungen und/oder Risikosituationen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine schwere anaphylaktische Reaktion besteht.2,3 Besonders sollte ein Adrenalin-Autoinjektor Allergikerinnen und Allergiker, die auf schwer vermeidbare Allergene, Insektengifte, Nahrungsmittel oder Medikamente allergisch reagieren oder Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risko aufgrund von Begleiterkrankungen oder hohem Expositionsrisiko verordnet werden.2,3 Die Leitlinien empfehlen allen betroffenen Patientinnen und Patienten, den Autoinjektor jederzeit mitzuführen.2,3 Dadurch kann im Notfall eine schnelle Verabreichung von Adrenalin erfolgen.1,2,3 Hinweise zur Anwendung, Kontraindikationen und Warnhinweise entnehmen Sie bitte der Fachinformation.1
Das in Jext® verwendete Adrenalin liegt als Epinephrin-Tartrat vor. Jext® ermöglicht eine intramuskuläre Injektion und verfügt über einen Nadelschutz.1 Der Adrenalin-Autoinjektor verfügt über ein Sichtfenster, mit dessen Hilfe der Zustand des Präparats überprüft werden kann. Ist es zu einer Ausfällung oder Verfärbung der normalerweise farblosen Lösung gekommen, muss der Autoinjektor ersetzt werden.1 Es ist möglich, dass sich im Jext® Fertigpen eine kleine Luftblase bildet, die jedoch keinen Einfluss auf das Arzneimittel bzw. dessen Wirksamkeit hat.1 Jext® ist sofort nach Gebrauch zu entsorgen und zu ersetzen.1
Jext® wird intramuskulär in den Oberschenkel appliziert. Der Autoinjektor ist in zwei Dosierungen erhältlich: 300 Mikrogramm (für Erwachsene und Kinder ab 30 kg Körpergewicht) und 150 Mikrogramm (für Kinder zwischen 15 und 30 kg Körpergewicht).
Weitere Informationen finden Sie unter www.jext-trainer.ch und in der aktuellen Fach- und Patienteninformation unter www.swissmedicinfo-pro.ch.
Die Anwendung im anaphylaktischen Notfall
1. Nehmen Sie Jext® in die Führungshand (die Hand, mit der Sie schreiben), dabei sollte der Daumen nahe an der gelben Sicherheitskappe liegen.
2. Ziehen Sie die gelbe Sicherheitskappe mit der anderen Hand ab.
3. Im Falle, dass Sie als Begleitperson die Injektion geben, sollte das Bein der Patientin/des Patienten während der Injektion ruhiggestellt werden, um das Risiko einer Verletzung an der Injektionsstelle zu minimieren.
Halten Sie den schwarzen Nadelschutz in einem rechten Winkel (circa 90°) an die Aussenseite des Oberschenkels.
4. Drücken Sie den schwarzen Nadelschutz fest gegen die Aussenseite des Oberschenkels, bis Sie ein Klicken hören. Das Klicken zeigt Ihnen, dass die Injektion begonnen hat. Drücken Sie Jext® weiter fest an. Halten Sie den Fertigpen für 10 Sekunden in dieser Position am Oberschenkel (zählen Sie langsam von 1 bis 10).
5. Danach den Fertigpen wegnehmen. Die Injektion ist nun abgeschlossen und im Sichtfenster des Fertigpens ist ein weisser (Jext 300 Mikrogramm) bzw. blauer Kunststoff-Streifen (Jext 150 Mikrogramm) erkennbar. Der schwarze Nadelschutz fährt automatisch weiter aus und verdeckt die Nadel.
Die ausgelöste und geschützte Nadellänge nach Injektion beträgt jeweils ca. 15 mm für Jext 300 Mikrogramm und 13 mm für Jext 150 Mikrogramm.
6. Massieren Sie den Bereich um die Injektionsstelle für 10 Sekunden.
Anschliessend ist unverzüglich die notfallmedizinische Versorgung einzuleiten. Weisen Sie nicht medizinisches Personal und Patientinnen und Patienten darauf hin, unmittelbar die Notrufnummer 144 zu wählen, einen Notarzt oder Krankenwagen anzufordern und den Begriff „Anaphylaxie“ zu nennen.1
References
1. Swissmedic Fachinformation Jext®. www.swissmedicinfo-pro.ch
2. Ring, J et al. Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie – Update 2021. Allergo J Int 2021; 30: 1-25
3. Muraro A et al. European Academy of Allergy and Clinical Immunology, Food Allergy, Anaphylaxis Guidelines Group. EAACI guidelines: Anaphylaxis (2021 update). Allergy. 2022 Feb;77(2):357-377.
4. Schwirtz, Seeger. Comparison of the robustness and functionality of three adrenaline auto-injectors. Journal of Asthma and Allergy 2012; 5 39–49.
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